KONKRET  KONSTRUKTIV -

nach der Bilderflut die Besinnung

 

Die Bewegung der konkreten-konstruktiven Kunst steht in einer langen Tradition und verwaltet ein kostbares, beinahe hundert Jahre altes internationales Erbe. In der Architektur und im Design hat sie unübersehbare Spuren hinterlassen. Entstanden ist sie in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen. Es waren die Russen mit dem Suprematismus und Konstruktivismus, die Holländer mit der Gruppe "De Stijl" und das deutsche Bauhaus, die die Grundlagen dieser auf rationalen Gestaltungskriterien basierenden Kunst ins Leben riefen. Während sie anfänglich stark weltanschaulich geprägt war und auf tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen zielte, stehen heute keine Utopien mehr hinter ihr - heute hat sie den Auftrag,  jenseits der sichtbaren Natur durch Beschränkung auf das Wesentliche eine neue Wirklichkeit von dauerhafter Ästhetik zu schaffen.

 

Dagmar Hagemann (*1944) - Detmold (Skulptur)

Rity Jansen Heijtmajer (*1942) - Amsterdam

Stanislav Labecki (*1935) - Lodz

Albert Rubens (*1944) - Tielt/Belgien

Gido Wiederkehr (*1941) - Basel 

 

 

Dagmar Hagemann
Rity Jansen Heijtmajer
Stanislav Labecki
Albert Rubens
Gido Wiederkehr

Jürgen Gustav Haase - Berlin

 

Immer wieder nimmt er mutig Anlauf, die große Welt aufzuzeichnen - und landet bescheiden ergeben und verschmitzt lächelnd im Mikrokosmos. Akribisch akkurat sucht er die Zusammenhänge sichtbar zu machen, und immer dann, wenn er dem nicht zu enträtselnden Geheimnis nahekommt, setzt er eine gehörige Portion Phantasie ein.

Ein lebensfroher und experimentierfreudiger, ironisch-geistreicher Maler auf Entdeckungsreise.

 

s. Rubrik "Künstler"

 

Tjok Dessauvage - Belgien

 

Zweifellos einer der bedeutendsten Keramiker

unserer Zeit. Perfektionist in der Technik des Drehens

auch der größten Objekte. Antike Techniken,

jährliche Aufenthalte in Japan und China.

Die doppelwandigen Objekte öffnen sich nur in einer

kleinen Mulde.

 



_______________________________________________________________________________

Michael Hischer  - Berlin                       

 

Kinetische Skulptur - Bewegliche Stille, gestaltete Zeit:

Hischers Objekte sind der Versuch, die traditionelle Statik des Werkes der bildenden Kunst zu überwinden. In ihrer Schlichtheit sind sie nur das, was es braucht - und ein bißchen mehr.            s. Rubrik "Künstler"

 

 



______________________________________________________________________________

Reiner Schwarz - Berlin

 

Zeichnung und Malerei

Schwarz' akribische, intensive Bilder sind ein

konstruierendes Erforschen, Festhalten und Entwickeln -

ein sorgfältiges Erzeichnen im Sinne von

Aufnehmen der Zeichen.

 



______________________________________________________________________________

Kedron Barrett  - Berlin

 

Malerei in Öl auf Leinwand

Thema "Behausungen": Häuser, Schachteln, Dosen.

Auflösung in Ungegenständlichkeit,

transzendente Titel                       s. Rubrik "Künstler"



______________________________________________________________________________

Lutz Hellmuth  - Erfurt

 

Skulpturen in Terrakotta und Bronze

Thema "Verwandlung": Die antike Säule wird belebt

und deutet die menschliche Gestalt an

 Formate klein (Höhe 30 cm) bis groß (Höhe 200 cm)

auch Naturstein für den Außenbereich

s. Rubrik "Künstler"

 

 



______________________________________________________________________________

Jost Giese  - Leipzig

 

Malerei in Kasein auf Leinwand

Themen aus dem Bereich der Mythologie, Mystik,

fast vollständige Abstraktion, kubistische Anklänge,

strahlende Farbigkeit, überbordende Formenfülle,

rätselhafte Bildtitel

 

s. Rubrik "Künstler"

 



______________________________________________________________________________

Jean-Pierre Viot  - Paris

 

Malerei in Acryl auf Leinwand, Lithographie

in der Tradition des Konstruktivismus.

Konkrete, minimale Form- und Farbgebung,

Vermeidung aller esotherischen oder sonstigen

Ausdeutbarkeit, sorgfältige Ausballancierung,

Spiel mit der Einschränkung, Poesie des Einfachen

 

s. Rubrik "Künstler"

 

 



______________________________________________________________________________

Gudrun Petersdorff  - Leipzig

 

Malerei in Öl auf Leinwand

mutige, lebensbejahende Ausdrucksstärke

 

s. Rubrik "Künstler"

 

 



______________________________________________________________________________

Bettina Blohm  - New York

 

Zeichnungen und Graphiken

exakt austarierte, spannungsvoll rhythmisierte

Kompositionen

Verknappung und Zurückhaltung

 



______________________________________________________________________________

Jörg Ernert  - Leipzig

 

Malerei in Acryl auf Leinwand

leidenschaftliche Farbigkeit,

temperamentvolle Formgebung,

perfekt perspektivisch konstruierte Innenräume

und Stadtlandschaften,

spannungsvolle Farbkontraste,

zügiger Malvorgang                              s. Rubrik "Künstler"

 

 

 



______________________________________________________________________________

Wolfram Ebersbach  - Leipzig

 

Malerei in Acryl auf Leinwand

Stadtlandschaften, Bahnhöfe, Passagen,

Industriearchitektur

 

s. Rubrik "Künstler"

 



______________________________________________________________________________

Graphik, Graphik

aus Berlin, Dresden, Düsseldorf, Hamburg,

Köln und Leipzig

 

von Christine Ebersbach, Hans-Hendrik Grimmling, 

Johannes Grützke, Gustav Kluge, Markus Lüpertz,

Rolf Münzner, Wolfgang Smy, Peter Schnürpel,

Bernard Schultze, Reiner Schwarz, Max Uhlig,

Claus Weidendorfer, Werner Wittig, Baldwin Zettl

 

Hans-Hendrik Grimmling  -  Berlin

 

"Argonauten: Bilder vom Bleiben"

in Kooperation mit St. Petri zu Lübeck;

verknappte, monumentalisierte Zeichen,

machtvolle, elementale Farben,

Bedrängung und Befreiung

 

s. Rubrik "Künstler"



______________________________________________________________________________

Markus Bläser - Leipzig

 

Malerei in Acryl auf Leinwand, Lithographie

Suche nach Abstraktion, Verankerung durch

Skizzen vor Ort, Außen- und Innenräume,

ruhige Stabilität bei mitreißendem Duktus

 

s. Rubrik "Künstler"

 

 



______________________________________________________________________________

Ekkehard Tischendorf   - Leipzig

 

Malerei in Acryl/Tusche auf Papier

Geometriesierung der eingefangenen

Wirklichkeitsbilder, Phantasiekonstruktionen,

surreale Brüche

 



______________________________________________________________________________

Klaus Dennhardt  - Dresden

Malerei in Kreide auf papierkaschierter Leinwand;

Landschaften, Stadtansichten

lyrisch realistisch,

schlicht, still, eindringlich

 

Hans Scheib  - Berlin

Bronzeskulpturen, naturalistisch

menschliche Figur in dramatischer Geste,

mitreißender Charme, scharfsinniger Humor

 



______________________________________________________________________________

Ulf Puder  -  Leipzig

 

Malerei in Acryl/Tusche auf Papier

Expedition ins Reich des Nichterforschten,

Nichterlebten, Nichteingetretenen,

Nichtentdeckten                                 s. Rubrik "Künstler"

 

 



______________________________________________________________________________

Rolf Münzner  -  Leipzig

 

Zeichnungen, Lithographien, Radierungen

filigrane Figuren, vielschichtige Strukturen;

das menschliche Drama: metaphernreich,

grotesk, satirisch, bekenntnishaft

 

s. Rubrik "Künstler"

 



______________________________________________________________________________

Christine Ebersbach  -  Leipzig

 

Malerei Acryl/Lwd, Aquarell, Holzschnitt

Landschaften - Natur, Stadt, Industrie

nüchterne Distanz, vornehme Schlichtheit

 

s. Rubrik "Künstler"

 



______________________________________________________________________________

Christopher Lehmpfuhl  -  Berlin

 

Malerei in Öl auf Leinwand

 



______________________________________________________________________________

Hans-Otto Schmidt  - Berlin

 

Malerei in Öl auf Leinwand

 



______________________________________________________________________________


_______________________________________________________________________________


_______________________________________________________________________________


_______________________________________________________________________________

Ingeborg Dammann-Arndt

 

Ausgebildet als Graphikerin und Bildhauerin, läßt sie aus unermeßlich vielen Bleistiftstrichen phantastische Gitterwerke oder Raumlandschaften entstehen. In zuverlässiger Beherrschung der Perspektive konstruiert sie waghalsige Verdrehungen und Verzerrungen oder erfindet feinste Unebenheiten, Verwerfungen, Stufen oder Trichter unter unseren Füßen. Immer geht sie ganz dicht an ihr Objekt heran und zeigt nur einen Ausschnitt, so daß der Betrachter den Maßstab und damit die Orientierung verliert. Verunsichert und sensibilisiert betritt er mit ihr einen unendlichen, utopischen Bereich.

 

unten: Raumlandschaft, 2008, Graphitzeichnung auf Karton, 155 x 150 cm



_______________________________________________________________________________

Angelika von Schwedes - Berlin

 

Aus einem scheinbar ungegenständlichen expressiven Gemälde tritt eine Figur heraus oder alles Gegenständliche geht im Farb- und Formenrausch auf. Der Duktus ist kräftig und entschieden, dabei locker und offen. Unter der pastösen Farbschicht regiert die reizvolle Zeichnung. In der Vereinigung von temperamentvoller Malaktion und zartestem Ausdruck reflektiert A.v.S. ihr großes Thema: Mensch und Natur - alles Glück und Leid zwischen Werden und Vergehen.

 

s. Rubrik "Künstler"



_______________________________________________________________________________

Yvonne Andreini  -  Berlin

 

Yvonne Andreini zeichnet ohne Unterlaß. Sie hat die bemerkenswerte Fähigkeit, in allem, was ihr unter die Augen kommt, das Spezielle und Außergewöhnliche zu erkennen. Ihr scharfer Blick geht weit unter die Oberfläche. In temperamentvollem, aber feinst gesteuertem Strich entstehen in akribischer Arbeit dichte, intensive Blätter. Mit Entschlossenheit und Kraft setzt sie Akzente, und mit Geist und Witz kommentiert sie.

 

 

 

 

AUSSTELLUNGEN



(Auswahl, chronologisch rückblickend bis 2001)



______________________________________________________________________________


_______________________________________________________________________________

Astrid Wellenbrock - Berlin

 

In der Serie "Monbijou" gestaltet die Künstlerin den Blick aus ihrem Ateliefenster und spielt mit der räumlichen Staffelung des Gesehenen. In einem Mix aus Stiften, Farbe und geklebten Materialien schafft sie verschiedene Ebenen. Trotz der vielgestaltigen und temperamentvollen, bisweilen heftigen schwarzen Zeichnung "sortiert" sich unser Blick, und ein Raum läßt sich betreten. Bemerkenswert ist ihr eigenständiger Kommentar und bizarrer Witz in den jüngsten Tuschzeichnungen zu dem ebenso vergnüglichen wie nachdenklichen Thema "Hängematte".

Katharina Quecke - Berlin

 

Die Zeichnungen sind klein, aber im Sinne eines Impromptus jeweils eine einmalige geistreiche Erfindung und ein konzentriertes, in sich abgeschlossenes Ganzes. Manche bleiben hermetisch in den Grenzen des Blattes, andere wagen einen Ausläufer bzw. Angriff in und auf die Außenwelt. Alle bewegen sich kunstvoll auf dem Grad zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion und behandeln Themen wie Körperwahrnehmung, Umwelt oder Großstadt. Katharina Queckes Stellungnahme ist ernst und humorvoll.



_______________________________________________________________________________

Christian Ruckdeschel  -  Nürnberg

 

Bei allem Gestalten geht Ruckdeschel vom Material und vom Handwerklichen aus. Er hat intensive Kenntnisse vom Stein. Seine Skulpturen zeigen drei verschiedene Auffassungen bzw. Verfahren: Abtragen, Aushöhlen oder Zusammensetzen. Alle haben mehrere Schauseiten, und sie sind ungegenständlich. Zwar meint man immer wieder, etwas Gegenständliches zu erkennen, aber ein Schritt zur Seite löst die Assoziation wieder auf. In ihrer Allansichtigkeit, Materialvielfalt, Farbigkeit und nicht zuletzt in ihrer meisterlichen Bearbeitung sind sie hochästhetische Gebilde von kraftvoller Klarheit.

 



_______________________________________________________________________________


_______________________________________________________________________________

Hans-Hendrik Grimmling  -  Berlin

 

Grimmling offenbart in seinen Bildern eine kritische und starke Mentalität, und es ist zu erleben,

- wie er sich gegen Bevormundung und Eingrenzung sträubt,

- wie er selbstbeschränkendes Wohlverhalten verachtet und fürchtet, und

- wie sein Gewissen ihn treibt.

Niemals zieht er sich vom Welt- und Alltagsgeschehen in den bekannten Künstler-Elfenbeinturm zurück. Weder vom Staat noch vom Kunstmarkt läßt er sich manipulieren oder vereinnahmen. Er mischt sich ein und tut etwas. Seine Bilder sind vital, aufregend und ernst. Meisterlich ist seine Beherrschung der dreidimensionalen Darstellung und der Suggestion. Die Konzentration von überwältigenden Kräften signalisiert Hoffnung, Mut und Befreiung.

 

 



_______________________________________________________________________________

Markus Tepe - Dresden

 

Immer mehr strebt Markus Tepe nach Abstraktion, doch ist es bei ihm nicht ein Prozess des Vereinfachens und Transzendierens, sondern es ist ein Akt des Loslösens und Verselbständigens: Er erkennt die Möglichkeiten, die sich ihm und seiner vielfältigen Technik bieten. Er öst den realen Seheindruck zu einem fast  ungegenständlichen Bild auf. Es entsteht eine heitere Leichtigkeit, ja - ein Schwebezustand, und alles ist offen: Wir können eine - bestimmte - Landschaft sehen, müssen aber nicht.